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Sturm auf Kapitol: Justiz geht gegen Aufrührer vor

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170 Verdächtige identifiziert

Nach der Erstürmung des US-Kapitols durch Anhänger des abgewählten Präsidenten Trump rechnet die amerikanische Justiz mit hunderten Strafverfahren. Der zuständige Staatsanwalt Sherwin sagte Medienberichten zufolge, einzelne Täter könnten wegen Delikten wie Aufruhr und Verschwörung vor Gericht gestellt werden. Ermittelt werde wegen Taten, auf die bis zu 20 Jahren Haft stünden. Bislang seien bereits mehr als 170 Verdächtige identifiziert worden. 70 von ihnen habe man formell beschuldigt. Das FBI wiederum erklärte, man habe am Tag vor dem Sturm auf das Parlamentsgebäude vor einem solchen Szenario gewarnt. Auch die Polizei des Kapitols sei über einen online angekündigten Angriff informiert worden. Die Demokraten machen Trump für die Eskalation verantwortlich und bereiten ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn vor. Sie sehen in der Rede des Präsidenten vor seinen Anhängern einen Aufruf zur Gewalt. Trump selbst lehnte es ab, sich von seinen Äußerungen zu distanzieren. Jeder sei der Meinung gewesen, dass seine Wortwahl völlig angemessen gewesen sei, sagte er.