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Tönnies: Kritik an Gabriel reißt nicht ab

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Beratertätigkeit sorgt für Ärger

Aus der SPD-Spitze gibt es weiter Kritik am früheren Bundeswirtschaftsminister Gabriel. Bundesarbeitsminister Heil sagte der „Bild“-Zeitung, er bedauere, dass Gabriel als Berater für den Fleischfabrikanten Tönnies tätig gewesen sei. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig sagte im ZDF wörtlich: „Das geht gar nicht.“ Zuvor hatten sich schon andere Parteifreunde Gabriels kritisch geäußert, darunter die Vorsitzenden Esken und Walter-Borjans. Die SPD-Politikerin Mattheis sagte, es habe natürlich ein „Geschmäckle“, wenn jemand, der in seiner politischen Zeit wirtschaftspolitisch so aktiv war, nun als Außenkurier für ein großes Unternehmen mit Milliardengewinnen tätig sei. Gabriel habe 10.000 Euro dafür bekommen von einer Firma, in der Menschen zu unsäglichen Bedingungen und für eine wahnsinnig schlechte Bezahlung gearbeitet und ihre Gesundheit ruiniert hätten. Gabriel verteidigte sich gestern im Magazin „Der Spiegel“. Er könne an der Tätigkeit, die er für mehrere Monate ausgeübt habe, nichts Problematisches erkennen. Tönnies mache nichts Verbotenes.