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VW zahlt Entschädigung in Brasilien

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Arbeiter bekommen Millionen

Wegen der Kollaboration mit der früheren Militärdiktatur in Brasilien zahlt der Volkswagen-Konzern eine Entschädigung in Millionenhöhe. Wie der Autokonzern mitteilte, unterzeichneten VW und brasilianische Staatsanwaltschaften einen Vergleich. Demzufolge erhalten ehemalige VW-Mitarbeiter in Brasilien und ihre Hinterbliebenen umgerechnet etwa 2,5 Millionen Euro. Weitere drei Millionen Euro fließen in Projekte zum Schutz von Menschenrechten und die historische Aufarbeitung. Insgesamt geht es um mehr als 60 Betroffene. Recherchen von NDR, SWR und „Süddeutscher Zeitung“ sowie mehrere Gutachten hatten ergeben, dass sich VW während der Diktatur von 1964 bis 1985 aktiv an politischer Verfolgung beteiligt hatte. Eigene Mitarbeiter wurden vom Werkschutz ausgespäht und der Folter durch die Geheimpolizei ausgeliefert. Dabei handelte die VW-Tochter aus eigenem Interesse. Ziel war es, Störungen in den Produktionsabläufen wie durch Streiks zu verhindern.